Landrat Emanuel als Verbandsvorsitzender bestätigt

Die Verbandsversammlung des Zweckverbandes für den Nahverkehrsraum Leipzig (ZVNL) hat gestern Abend (08.09.22) Nordsachsens Landrat Kai Emanuel einstimmig zum Verbandsvorsitzenden wiedergewählt. Damit würdigten die Mitglieder seine profunden Kenntnisse, langjährigen Erfahrungen und bisherigen Leistungen auf dem Gebiet des öffentlichen Personennahverkehrs. Landrat Emanuel bedankte sich für das Vertrauen und setzt auch in den kommenden sieben Jahren auf eine konstruktive Zusammenarbeit.

„Trotz enger werdender finanzieller Spielräume muss es unser Anliegen bleiben, noch mehr Menschen zum Umsteigen in öffentliche Verkehrsmittel zu bewegen“, so der wiedergewählte Verbandsvorsitzende zu den aktuellen Herausforderungen. Dabei seien die Unterschiede zwischen städtischem und ländlichem Raum zu berücksichtigen und innovative Entwicklungen, wie beispielsweise alternative Fahrzeugantriebe, im Blick zu behalten.



Einstimmig als ZVNL-Vorsitzender bestätigt: Nordsachsens Landrat Kai Emanuel.

Foto: LRA

 

Zweckverband gibt Hinweise zum Neun-Euro-Ticket

Vor dem Hintergrund des ab heute (01.06.2022) geltenden 9-Euro-Tickets möchte der Zweckverband für den Nahverkehrsraum Leipzig (ZVNL) auf folgende Besonderheiten hinweisen:

  • Das 9-Euro-Ticket kann bundesweit im Nah- und Regionalverkehr genutzt werden, jedoch nicht in Fernzügen wie beispielsweise ICE, IC und EC. Auch Flixtrain und Flixbus fallen nicht darunter.
  • Das Ticket ist personengebunden und nicht übertragbar, der Name des Nutzers muss auf dem Fahrschein vermerkt werden.
  • Das Ticket gilt nur für die namentlich benannte Person. Eine kostenfreie Mitnahme von Personen, Hunden oder Fahrrädern ist damit nicht verbunden. Dafür müssen bei Bedarf zusätzliche Fahrscheine erworben werden. Bei bereits bestehenden Abonnements ändert sich hinsichtlich der Mitnahmeregelungen im vertraglich abgeschlossenen Tarif- bzw. Bediengebiet nichts. Über dieses Gebiet hinaus ist gleichfalls der Erwerb zusätzlicher Tickets notwendig.

Da das 9-Euro-Ticket für die Monate Juni, Juli und August angeboten wird, weist der ZVNL außerdem vorsorglich darauf hin, dass insbesondere in der Ferienzeit teilweise langfristig geplante Bauarbeiten im Streckennetz vorgenommen werden müssen. Potentielle Fahrgäste sollten sich rechtzeitig informieren und gegebenenfalls flexibel reagieren. Zu den umfangreichen Baumaßnahmen im Zweckverbandsgebiet gehören unter anderem:

  • Schienenersatzverkehr (SEV) Regis-Breitingen – Gößnitz/Werdau, noch bis 09.06.
  • Knotensperrung Leipzig, 09./10.07.
  • SEV Regis-Breitingen – Gößnitz, 24.-26.06. / 05.-07.08. / 12.-14.08.
  • SEV Großlehna – Großkorbetha, 28.07. – 04.08.

„Wer mit einem 9-Euro-Ticket den öffentlichen Personennahverkehr einfach nur mal ausprobieren will, sollte das möglichst außerhalb der berufsbedingten Pendlerzeiten tun“, rät ZVNL-Geschäftsführer Bernd Irrgang. Zudem könne auch im Ausflugsverkehr am Wochenende die Mitnahme von Fahrrädern aufgrund der begrenzten Kapazitäten nicht jederzeit garantiert werden. Sicherer sei es, die Bike-&-Ride-Anlagen an den Bahnhöfen zu  nutzen und auf Verleiher vor Ort zurückzugreifen.

Bundesverband SchienenNahverkehr: Mehr Regionalisierungsmittel notwendig, damit 9-Euro-Ticket dauerhaft zum Erfolg führt

Wichtige Weichenstellung erfolgt: VMK unterstützt Umsetzung des 9-Euro-Tickets zum 1. Juni / BSN schließt sich VMK-Forderung zur umgehenden Erhöhung der Regionalisierungsmittel an

Mit der heute signalisierten Zustimmung der Verkehrsministerkonferenz wurden die Weichen auf Umsetzung des 9-Euro-Ticket zum 1. Juni 2022 gestellt. Alle Bundesländer sind bereit, ihren Beitrag zu leisten, damit die Aktion ein großer Erfolg wird. Eine vollumfängliche Übernahme der entstehenden Kosten ist ein wesentlicher Baustein hierfür.

„Wir setzen sehr darauf, dass der Bund die entstehenden Kosten tatsächlich in vollem Umfang ausgleichen wird“, so Frank Zerban, Hauptgeschäftsführer des Bundesverbands SchienenNahverkehr. „Auf dieser Grundlage können zusätzliche Verkehrsleistungen und weiterer Personaleinsatz zur Reisendenlenkung auf den Weg gebracht werden.“

Damit zumindest das bisherige Angebot auch nach dem Ende der Aktion angesichts der hohen Steigerungen u.a. im Bereich der Bau-, Personal- und Energiekosten weiter aufrechterhalten werden kann, sind noch in 2022 ergänzende Mittel nötig.

Der Bundesverband SchienenNahverkehr (BSN) begrüßt daher ausdrücklich den heutigen Beschluss der Verkehrsministerkonferenz, wonach die Regierungsfraktionen kurzfristig die bereits im Koalitionsvertrag fixierte Erhöhung der Regionalisierungsmittel auch umsetzen sollen. Die hierfür benötigten zusätzlichen Mittel in Höhe von 1,5 Mrd. Euro müssen in den diesjährigen Bundeshaushalt aufgenommen werden, da ansonsten nach dem Ende des Zeitraums des 9-Euro-Tickets das bestehende Angebot nicht mehr gesichert ist.

„Selten stand der ÖPNV so im Rampenlicht des öffentlichen Interesses, jetzt gilt es auch sicherzustellen, dass aus dem dreimonatigen Leuchtturmprojekt kein Strohfeuer wird. Die Aufgabenträger sind schon jetzt durch die gestiegenen Energie- und Personalkosten unter großem Druck. Wir brauchen noch in diesem Jahr zusätzliche Regionalisierungsmittel, damit die durch das 9-Euro-Ticket neu gewonnen Fahrgäste auch nach Ende der Aktion weiterhin mindestens das derzeitige Angebot vorfinden werden“, sagt Zerban.

Auch für die Folgejahre muss die Mittelausstattung angepasst werden, um mit einem zusätzlichen Angebot mehr Fahrgäste vom Nahverkehr auf der Schiene überzeugen zu können. Nur so lässt sich das Ziel der Bundesregierung, die Verkehrsleistung im Personenverkehr zu verdoppeln, realisieren. Hierbei führt kein Weg am SPNV vorbei.

 

Pressemitteilung als PDF:
2022-05-05-Verkehrsministerkonferenz.pdf

 

Neues Netz „MDSB2025plus“ kommt ein Jahr später

Lieferschwierigkeiten der Schienenfahrzeughersteller zwingen zu Verschiebung

Die Inbetriebnahme des neuen Mitteldeutschen S-Bahn-Netzes (MDSB-Netz I) wird um ein Jahr auf 13. Dezember 2026 verschoben, das europaweite Vergabeverfahren unter dem Namen „MDSB2025plus“ bis 31. August 2022 verlängert. Damit reagieren der Zweckverband für den Nahverkehrsraum Leipzig (ZVNL) und die beteiligten Nachbaraufgabenträger Land Sachsen-Anhalt, Freistaat Thüringen, Zweckverband Verkehrsverbund Mittelsachsen (ZVMS) und Zweckverband ÖPNV Vogtland (ZVV) auf die Lieferschwierigkeiten der Fahrzeughersteller.

„Auch in der Schienenfahrzeugbranche sind Lieferketten durch Corona-Pandemie und Ukraine-Krieg erheblich gestört. Zudem führt die eingeleitete Verkehrswende zu einer erhöhten Fahrzeug-Nachfrage. Da wir im Interesse unserer Fahrgäste allergrößten Wert auf die Organisation stabiler Prozesse mit verlässlichen, pünktlichen Verbindungen legen, können wir in der gegenwärtigen Situation nicht am Start des neuen, erweiterten S-Bahn-Netzes im Dezember 2025 festhalten“, sagt der ZVNL-Vorsitzende und nordsächsische Landrat Kai Emanuel. „Die Verschiebung um ein Jahr ermöglicht zudem die Verlängerung des momentan laufenden Vergabeverfahrens bis Ende August. Damit bekommen die Eisenbahn-Verkehrsunternehmen mehr Zeit für mehr Planungssicherheit, um tragfähige und wirtschaftliche Angebote abzugeben. Immerhin handelt es sich um ein Leistungsvolumen von jährlich rund elf Millionen Zugkilometern auf sieben S-Bahn-Linien über einen Zeitraum von zwölf Jahren.“

Die Neuausschreibung unter dem Namen „MDSB2025plus“ mit den S-Bahn-Linien S 1, S 3, S 4, S 5, S 5x, S 6 und S 10 ist notwendig, da der zwölfjährige Verkehrsvertrag für das sogenannte MDSB I-Netz von 2013 ausläuft. Der Vertrag für das MDSB II-Netz, unter anderem mit den S-Bahn-Linien S 2, S 8 und S 9, gilt noch bis 2030.

„Um den Zeitraum bis Dezember 2026 zu überbrücken, werden wir selbstverständlich ein vergaberechtskonformes Verfahren auf den Weg bringen“, sagt ZVNL-Geschäftsführer Bernd Irrgang. „Es ist uns generell wichtig, unter den sich rasant verschärfenden Bedingungen das Heft des Handelns weiter in der Hand zu behalten und auch mittelfristig auf sich abzeichnende Veränderungen vorbereitet zu sein.“

Pressemitteilung als PDF:
04.05.22_PM ZVNL – MDSB2025plus

Neue S-Bahn-Linie ab Dezember nach Leipzig-Grünau

S 10 ermöglicht 15-Minuten-Takt zwischen Hauptbahnhof und Miltitzer Allee

Der Zweckverband für den Nahverkehrsraum Leipzig (ZVNL) nimmt zum
Fahrplanwechsel im Dezember 2022 die neue S-Bahn-Linie S 10 in Betrieb. Der ZVNL-Vorsitzende
Kai Emanuel wird dazu einen entsprechenden Vertrag mit der DB Regio AG
abschließen. Die von der Verbandsversammlung beschlossene Leistung beträgt
zusätzliche 200.000 Zugkilometer pro Jahr im Rahmen des noch bis Dezember 2025
laufenden Verkehrsvertrages für das Mitteldeutsche S-Bahn-Netz I (MDSB-Netz I).

Die neue S 10 wird mit 26 Fahrtenpaaren montags bis freitags von 6 bis 19 Uhr im 30-
Minuten-Takt zwischen den Stationen Leipzig Hauptbahnhof (oben) und Leipzig Miltitzer
Allee verkehren. In Kombination mit der vorhandenen Linie S 1, die gleichfalls
halbstündlich von Leipzig Hauptbahnhof (tief) durch den City-Tunnel Leipzig nach
Leipzig Miltitzer Allee rollt, entsteht so eine Verbindung im 15-Minuten-Takt vom
Hauptbahnhof über die Stadtteile Gohlis, Möckern, Leutzsch und Plagwitz nach Grünau
mit seinem großen Wohngebiet.

„Die Verdichtung zum Viertelstunden-Takt war längst geplant, aufgrund der
umfangreichen Baumaßnahmen an der Eisenbahn-Infrastruktur in und um Leipzig aber
einfach nicht möglich“, sagt der Verbandsvorsitzende und nordsächsische Landrat Kai
Emanuel. Nachdem sich auch noch das DB-Projekt „Erneuerung von sieben
Eisenbahnüberführungen zwischen Leipzig-Stötteritz und Leipzig-Engelsdorf“ bis 2024
verlängert habe, sei ein neues Fahrplankonzept in Angriff genommen und von der
Verbandsversammlung bestätigt worden.

„Mit drei zusätzlichen Fahrzeugen für die neue S 10 vermeiden wir mögliche negative
Auswirkungen auf unser MDSB-Kernnetz und umgehen weitere Einschränkungen durch
die Eingleisigkeit im Bauabschnitt der sieben Bahnüberführungen“, so Emanuel, der sich
von der Verdichtung des Taktes durch die neue Linie und ihre zusätzlichen Fahrzeuge
natürlich auch eine größere Nachfrage erhofft. „Den Fahrgästen werden die im MDSBNetz
I üblichen, barrierefreien Talent-II-Dreiteiler mit Klimaanlage und jeweils rund 150
Sitzplätzen zur Verfügung stehen.“

Auch an eine Verlängerung der Linienführung der neuen S 10 bis Ende 2025 ist bereits
gedacht: „Unsere Geschäftsstelle wird prüfen, ob es möglich und sinnvoll ist, zum
Fahrplanwechsel im Dezember 2023 die Verbindung von Grünau über Hauptbahnhof bis
Schkeuditz zu erweitern“, sagt ZVNL-Geschäftsführer Bernd Irrgang.

Für den neuen Betriebszeitraum des MDSB-Netzes I von Mitte Dezember 2025 bis Mitte
Dezember 2037 läuft derzeit das europaweite Vergabeverfahren unter dem Namen
„MDSB2025plus“.

Pressemitteilung als PDF:
09.02.22_PM-ZVNL-S-Bahn-Gruenau.pdf

Vergabeverfahren für Mitteldeutsches S-Bahn-Netz läuft

Ab 2025 vollelektrisch auch bis Plauen, Naumburg, Grimma, Döbeln und Riesa

Unter Federführung des Zweckverbandes für den Nahverkehrsraum Leipzig (ZVNL) hat das europaweite Vergabeverfahren des Mitteldeutschen S-Bahn-Netzes für den Betriebszeitraum Mitte Dezember 2025 bis Mitte Dezember 2037 begonnen. Partner sind die Länder Sachsen-Anhalt und Thüringen sowie die sächsischen Zweckverbände Verkehrsverbund Mittelsachsen (ZVMS) und ÖPNV Vogtland (ZVV). Die Neuausschreibung unter dem Namen „MDSB2025plus“ ist notwendig, da der zwölfjährige Verkehrsvertrag für das sogenannte MDSB I-Netz von 2013 dann ausläuft. Der Vertrag für das MDSB II-Netz hingegen – unter anderem mit den S-Bahn-Linien S 2, S 8 und S 9 – gilt noch bis 2030.

„Das bewährte S-Bahn-Netz wird fortgeführt, um neue Ziele erweitert und komplett elektrisch betrieben, da wir die Strecke Leipzig-Grimma-Döbeln durch Batteriezüge einbinden können“, sagt der ZVNL-Vorsitzende und nordsächsische Landrat Kai Emanuel. „Ab 2025 werden die S-Bahnen dann auch bis Plauen, Naumburg und Riesa rollen.“ Die Ausdehnung des Netzes nach Merseburg stehe hingegen noch unter Finanzierungsvorbehalt.

„Der Preis für Millionen von Zugkilometern ist für uns nicht das einzige Zuschlagskriterium, sondern es geht bei der Ausschreibung ebenso um den bestmöglichen Service für die Fahrgäste“, betont der Verbandsvorsitzende. Dazu gehöre unter anderem ein breit aufgestelltes Ticket-Vertriebssystem, eine moderne Fahrzeugausstattung beispielsweise mit Klimaanlage und WLAN, die Sicherung der Barrierefreiheit und Kundenbetreuung in allen Zügen sowie die Schaffung von bestmöglichen Bedingungen für mobilitätseingeschränkte Reisende und Fahrgäste mit Fahrrad. „Wir haben dazu im Vorfeld der Ausschreibung extra sechs spezielle Fachgutachten anfertigen lassen, die aufgezeigt haben, wo Leistungen optimiert werden können“, ergänzt ZVNL-Geschäftsführer Bernd Irrgang.

Um den Wettbewerb zu stimulieren haben der ZVNL und seine vier Partner die Leistungen in zwei Lose aufgeteilt. Das erste umfasst rund 4,7 Millionen Zugkilometer im Jahr sowie die Beschaffung der Batteriezüge für die neue Linie S 1 zwischen Leipzig, Grimma und Döbeln. Diese werden von der neu zu gründenden Fahrzeugpool-Firma „ZVNL Schienenfahrzeuge GmbH“ angekauft und verpachtet. Zum ersten Los gehören weiterhin die Linien S 4 von Torgau über Eilenburg, Taucha und Leipzig nach Oschatz und Riesa, die S 6 von Leipzig-Stötteritz über Hauptbahnhof nach Leipzig-Messe und Naumburg sowie die S 10 von Schkeuditz zum Leipziger Hauptbahnhof und zurück.

Das zweite Los umfasst mit jährlich etwa 6,1 Millionen Zugkilometern die S 3 von Geithain über Borna, Leipzig und Schkeuditz nach Halle-Nietleben, die S 5 von Halle-Trotha über Flughafen Leipzig/Halle, Leipzig Hauptbahnhof, Altenburg, Gößnitz, Glauchau und Werdau bis nach Zwickau sowie die S 5x weiter bis Plauen und zurück.

Die Eisenbahnverkehrsunternehmen sind nunmehr aufgefordert, ihre Angebote zur Vergabe des „MDSB2025plus“ bis zum 29. April 2022 einzureichen. 

Pressemitteilung als PDF:
15.12.21_PM ZVNL – Vergabeverfahren MSDB2025+

ZVNL beschließt Gründung einer Fahrzeugpool GmbH

Verbandsversammlung in Torgau stellt Weiche für S-Bahn nach Grimma und Döbeln

Die Verbandsversammlung des Zweckverbandes für den Nahverkehrsraum Leipzig (ZVNL) hat gestern Abend (30.11.) im Großen Saal von Schloss Hartenfels in Torgau die Gründung einer Fahrzeugpool GmbH beschlossen. Diese wird mit Strukturwandel-Fördermitteln 16 batteriebetriebene Züge erwerben und an ein Bahnunternehmen für den Einsatz auf der nichtelektrifizierten Strecke Leipzig-Grimma-Döbeln verpachten.

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Notfallkonzept für RB 110 zwischen Leipzig und Grimma

Verbandsversammlung in Torgau stellt Weiche für S-Bahn nach Grimma und Döbeln

Auf Drängen des Zweckverbandes für den Nahverkehrsraum Leipzig (ZVNL) hat das Eisenbahnunternehmen Transdev für die Regionalbahn RB 110 zwischen Leipzig und Grimma ein Notfallkonzept in Kraft gesetzt. Zuletzt hatte es auf der Strecke immer wieder ungeordnete Zugausfälle, nur mangelhafte Informationen und dadurch massive Beschwerden der Reisenden gegeben.


„Angesichts des hohen Krankenstandes beim Zugpersonal und der großen technischen Probleme im Fuhrpark des Unternehmens lässt sich allein mit Vertragsstrafen kurzfristig keine Besserung erreichen. Die Fahrgäste brauchen aber eine schnelle Lösung und vor allem Verlässlichkeit bei den Verbindungen“, sagt der ZVNL-Vorsitzende und nordsächsische Landrat Kai Emanuel. Das Notfallkonzept sorge dafür, dass die Züge auf der Strecke zwischen Leipzig, Grimma und Döbeln stabil im Stundentakt verkehren. Dafür habe der ZVNL auch noch ein zusätzliches Fahrzeug finanziert, das bereits in Doppeltraktion auf der Schiene sei.


Die sogenannten Verdichterfahrten zwischen Leipzig und Grimma – montags bis freitags täglich zehn, an den Wochenenden 17 Fahrten – werden nunmehr von Bussen im Schienenersatzverkehr übernommen. „Diese sind zwar länger unterwegs als die Bahn, aber für die kurzen Strecken zum Erreichen der Zwischenstationen sinnvoll“, sagt ZVNL-Geschäftsführer Bernd Irrgang. „Die Reisenden werden über alle bekannten Plattformen wie beispielsweise den DB Navigator informiert. Außerdem verstärken wir in den nächsten Tagen das Controlling, um sicher zu gehen, dass diese Übergangslösung auch wirklich funktioniert.“

 

Pressemittelung als PDF: 24.11.2021_PM-ZVNL-Notfallkonzept-RB-110-Leipzig-Grimma

MDV: Medizinische Masken im mitteldeutschen Nahverkehr Pflicht

Verbandsversammlung in Torgau stellt Weiche für S-Bahn nach Grimma und Döbeln

Erweiterte Maskenpflicht im Nahverkehr

Zur weiteren Eindämmung der hohen Corona-Infektionszahlen haben Bund und Länder erneute Maßnahmen ergriffen und die Verordnungen der Länder aktualisiert. Seit Montag müssen in allen Regionalzügen, S-Bahnen, Straßenbahnen und Bussen im Gebiet des Mitteldeutschen Verkehrsverbundes sogenannte Medizinische Masken getragen werden. Dazu zählen OP-Masken, Masken der Standards KN95/ N95 oder FFP2-Masken. Die entsprechende sächsische Verordnung gilt voraussichtlich ab 28. Januar 2021.

Eine beliebige textile Barriere im Sinne eines Mund-Nasen-Schutzes (MNS), wie beispielsweise Halstücher, Schals oder auch Stoffmasken genügen dann nicht mehr. Im gesundheitlichen Interesse Aller werden die Verkehrsunternehmen ihre Fahrgäste auch weiterhin auf das Einhalten der Tragepflicht hinweisen.

 

Mit dem ÖPNV zu den Impfzentren

Auf der Webseite www.mdv.de hat der MDV eine aktuelle Kartenübersicht mit den Standorten aller Impfzentren in Mitteldeutschland bereitgestellt. Über die Verbindungssuche mit dem Fahrtenplaner lässt sich zudem die Anreise zum Impfzentrum mit dem Nahverkehr einfach planen. Alle Impfzentren sind bereits als Auswahlmenü im Ziel voreingestellt, sobald „Impfzentrum“ eingegeben wird. 

 

Information für Fahrgäste

Für Verbindungsauskünfte und Fragen steht das MDV-Infotelefon unter 0341-9135 3591 (Ortstarif) zur Verfügung. Darüber hinaus bietet der MDV einen kostenfreien Kundenchatdienst auf www.mdv.de für Fragen rund um das Nahverkehrsangebot im Verbundgebiet an.

 

Pressestelle
Mitteldeutscher Verkehrsverbund GmbH
Prager Straße 8, 04103 Leipzig
Tel.: (0341) 868 43-32
Fax: (0341) 868 43 99
Mail: presse@mdv.de
Web: www.mdv.de

Eine Eisenbahnkarte für ganz Sachsen

Verkehrsverbünde und Zweckverbände bieten Überblick über das Schienennahverkehrsangebot für den gesamten Freistaat

Die Verbandsversammlung des Zweckverbandes für den Nahverkehrsraum Leipzig (ZVNL) hat gestern Abend (30.11.) im Großen Saal von Schloss Hartenfels in Torgau die Gründung einer Fahrzeugpool GmbH beschlossen. Diese wird mit Strukturwandel-Fördermitteln 16 batteriebetriebene Züge erwerben und an ein Bahnunternehmen für den Einsatz auf der nichtelektrifizierten Strecke Leipzig-Grimma-Döbeln verpachten.

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